Ich bin dann mal ein Globetrotter

Vulkan Pacaya

Wer kennt das nicht beim Blick auf den Kalender. „Mensch – schon wieder ein Jahr vergangen!“ Die Zeit rennt und gerade durchfuhr mich ein Ruck bei der wiederholten Durchsicht meiner Bildarchive. Für einen neuen Vortrag zu den Lichtspielen – (Der wird richtig cool!) – arbeite ich einige alte, abenteuerliche Geschichten auf. Geschichten aus jener Zeit zu der ich noch nicht einmal wusste, dass ich einmal eine professionelle Laufbahn als „Fotograf und Abenteurer“ einschlagen werde. Da fangen die Jahreszahlen sogar noch mit einer EINS an. Alter Schwede denkt man sich da bei uns im Süden und blickt schnell auf mehr als 20 Jahre seines Lebens zurück. Mein „Projekt Weltreise“ hat so zurückblickend schon sehr früh begonnen. Mit 19 Jahren war ich zum ersten Mal für viele Wochen mit meinem roten Rucksack losgezogen. Nun ist aus der ersten Zahl vom Lebensalter schon eine DREI geworden und die NEUN ist auch bald zurück. So fühlen sich also besagte 20 Jahre an. Nun will ich euch aber nicht mit meiner Melancholie des Älterwerdens oder jenen alten Geschichten langweilen. Nein – was mir den inneren Ruck bescherte war nämlich eine ganz andere Geschichte. Dennoch ein Bild aus Thailand kann ich schon noch schnell mit einschieben – Krasser Typ oder! ;-)

 

Martin Thailand
Martin 2003 in Thailand

 

Wer meinen Vortrag vom „Abenteuer Lateinamerika“ kennt kann sich sicherlich an die dramatische Besteigung des aktiven Vulkans Pacaya in Guatemala erinnern. Abschließend erzähle ich im Vortrag mit einem Bild zum Sonnenaufgang von meinen weiteren Plänen, vom Antrieb unsere schöne Welt noch weiter zu bereisen, den Wünschen noch bewegendere Fotografien zu produzieren und dem Willen euch dort draußen so emotional als möglich davon zu berichten. Keine drei Tage nachdem ich jenes Gipfelbild aufgenommen hatte, hieß es für mich nach 3.5 spannenden Jahren Abschied nehmen von einer besonderen Zeit meines Lebens und zurück nach Deutschland zu fliegen. Ganz genau war das am 25ten April – dem Geburtstag meiner Mutter. Während ich diese Zeilen schreibe sind also schon fast 10 Monate vergangen. 10 turbulente Monate in denen ich mich als Globetrotter, Weltenbummler, Fotograf und Abenteurer – nennt es wie ihr wollt – in die professionelle Liga eingearbeitet habe. Soweit man das eben kann. Nach meiner Überzeugung ist es eine Herzenssache, wer man im Leben sein will und was hier und da auf Dokumenten oder Internetseiten geschrieben steht gilt der allgemeinen Definition oder vielleicht auch nur der Information. „Wo beginnt den die persönliche Reise im Leben schon?“

Es gibt keine neuen Bilder seit April 2017 in meinem Bildarchiv. „Verdammt!“, denke ich mir also. „Da ist eine Lücke in meinem Reiselauf!“ Beim Blick auf meinen Lebenslauf, welchen ich schon seit 2009 nicht mehr neu aufsetzen musste, ist mir das aus Desinteresse in ein fixes System zu passen noch nie passiert. Fast schon ein Jahr ohne eine nennenswerte Reise oder zumindest ein kleines Abenteuer. Monoman – das ist echt hart! Manch einer wird nun sicherlich Schmunzeln – dem Ganzen verwehrt sich aber die sich aufdrängende Ironie. Ich schreibe jene Worte da ich Sie ganz ehrlich auch so denke.

Ich bin dann einmal ein Globetrotter. So steht es dort oben im Titel geschrieben. Aber was bedeutet das nun schon groß? Nun da ich meine Brötchen mit Geschichten und Bildern aus fernen Ländern verdiene – bin ich deswegen ein „besserer“ Reisender? Wie es aussieht bin ich erstmal eins – ein „Weniger-Reisender“. Zurückblickend waren jene Jahre in denen ich einfach losgezogen war, ohne großen Plan, feste Ziele oder gar irgendwelchen Projekten, die intensivsten und erlebnisreichsten meines Lebens. Auch die Reise durch Lateinamerika gehört da noch dazu. Aber ohne Moos ist nunmal nichts los. Ich hab mir eben einfach die Freiheit genommen zu entscheiden mit was ich jenes Moos verdienen will. Das Ziel ist der Leidenschaft, mit der Kamera die Welt zu dokumentieren und Sie zu spüren, so gut als möglich zu folgen. Das der Weg steinig wird wusste ich schon vorher – nun mitten drin fühlt es sich genau so an wie gedacht. Allerdings will hier „Der Weg“ (IST) nicht unbedingt „Das Ziel“ sein.

Mein Leben steht im Wandel das ist ganz klar und ich freue mich das ihr mit dabei seit! Ich denke der Ruck der mich heute wachgerüttelt hat war jener mit dem Hinweis, dass die große Freiheit und die Ziele am Ende auch einmal hart erarbeitet werden müssen. So liegen nun viele Monate hinter mir die Weichen für eine erlebnisreiche und intensive Zukunft stellen sollen. Bald steht ja das nächste Abenteuer wieder an. Dann darf ich in Lightroom auch endlich den Reiseordner für 2018 anlegen. An der „Travel – Work – Balance“ kann hier aber für die Zukunft sicherlich noch gearbeitet werden. Auf das der Spirit von Freiheitenwelt, der hier seit 2010 seine Kreise zieht, nicht verloren geht. Aber darum mach ich mir nun doch nicht so die großen Sorgen. Denn ihr wisst ja…

 

„Immer den Träumen hinterher!“

Alles ist gut!

;-)

 

Screensthot April 2017
Lightroom Katalog Reisen

 

Euer Martin


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