Meine ersten Videos mit der Mavic Air in Mexiko

Ich habe mir heute einmal die Zeit genommen ein erstes Video aus Mexiko für euch zu schneiden. Wie vor ein paar Wochen geschrieben, habe ich zum ersten Mal auch eine Drone mit im Gepäck. Als Neueinsteiger musste ich mich doch etwas mit der ganzen Materie auseinandersetzen. Um es kurz zu machen – ich bin wirklich begeistert von der DJI Mavic Air und den neuen Möglichkeiten. Und das Gerät passt so wunderbar noch in meinen Motorradkoffer. Richtig spannend sind die Aufnahmen während der Motorradfahrt. Das ist nicht überall möglich, aber wenn, sind die Ergebnisse wirklich absolut faszinierend. ;-)

 

Erste Erfahrungen mit der Drone

Die Lernkurve ist bei er Fliegerei wirklich sehr steil und ich kann euch sagen, der ein oder andere Adrenalinschub kommt ganz automatisch mit. So waren schon auch ein paar heiße Landungen mit dabei. Ein Problem in Mexiko sind die vielen Walke-Talkies, welche die Einheimischen als Ersatz für das teilweise nicht existierende Handynetz hernehmen. Ich weiß ja nicht ob es hierfür irgend welche Gesetze gibt. Tatsache ist – wann auch immer ein Auto mit einer Antenne oder ein Handgerät in der Nähe ist wird der Kontakt zur Drone absolut unterbrochen. Die Leistung der Funkgeräte scheint also immer auf Maximum zu stehen. Gerade als Einsteiger in die Dronenfliegerei kommen dabei fast schon Angstgefühle auf – weiß man ja nicht mehr, wo das gute Dingens unterwegs ist. Mit der Zeit gewinnt man allerdings Vertrauen in die Technik und z.B. insbesondere in die automatische Heimkehrfunktion.

Ich habe also gelernt die Drone lieber zum Morgen als zum Abend einzusetzen und jeglichen Menschen aus dem Weg zu gehen, die ein Funkgerät bei sich führen könnten. Auch habe ich gelernt den Startpunkt sorgfältig auszuwählen und am besten hat man im Radius von +- 20 Meter absolut freie Sicht nach oben. Auch ist es meist keine gute Idee nahe eines Abgrunds oder von Gewässern zu starten (siehe Foto). Auch mit dem präzisen Start können die Landungen um 5-10 Meter daneben liegen. Manuel kann man immer präzise landen – aber wehe wenn das Signal abreist. Soviel zur Info für alle die einmal in Mexiko mit der Drone unterwegs sein wollen. Die Gesetze sind ähnlich wie in Deutschland, allerdings stören sich, abgesehen von den Nationalparks und Ruinen, weder die Polizei noch die Einheimischen am Flug einer Drone wie die Mavic Air. Durch ihre geringe Größe ist die Akzeptanz durchaus gegeben. Die meisten denken wohl es ist einfach nur ein Spielzeug.

 

DJI Mavic Air auf Steg
DJI Mavic Air Startbereit zum Flug

 

Videos mit der Mavic Air

Aber nun einmal zu den Videos und meiner Herangehensweise für eine bessere Qualität. Grundsätzlich unterschiedet sich die Art des Flugs für die Fotografie und Videografie. Ich entscheide meistens vor dem Flug, ob ich nun filme oder fotografiere. Beides zusammen funktioniert nicht gut. Hängt auch etwas von den Lichtbedingungen ab. Das Thema „Fotografie mit einer Drone“ behandle ich noch einmal in einem anderen Artikel. Ich hatte schnell gelernt, dass der Einsatz von Grau- und evtl. Polarisationsfiltern ein absolutes MUSS ist, um „cinelike“ Videos zu erstellen. Ich hatte mir den Cinema Filterkit von Polarpro gekauft, welcher Filter von ND/4 bis ND/16 beinhaltet. Während des Tages ist der 16er eigentlich fast der Standard. Zum Sonnenaufgang- bzw. Untergang eignet sich der ND4, wenngleich er dann fast schon zu stark ist und auch weggelassen werden kann. Könnte ich noch einen Filter nachkaufen, so würde ich einen reinen Polfilter mit einpacken. Gerade wenn man über Wasser fliegt sind die Unterschiede wirklich signifikant, was Reflexionen betrifft.

Die Filter sind nötig und die Belichtungszeit (nach 180° Regel – einfach mal Googeln) auf knapp die Hälfte der Framerate zu setzen. In meinem Fall sind das bei 30FPS = 1/60s. Mit den oben genannten Filtern kann man das meistens sehr gut erreichen und man erhält den gewünschten weichen Videoeffekt. Und genau wegen der Filter ist es auch meist unmöglich noch vernünftige Fotos zu generieren. Der Gimbal der Drone stabilisiert zwar sehr gut – aber wirklich scharfe Fotos gibt es erst bei kürzeren Belichtungszeiten. Was den Polfilter angeht, so muss man jenen natürlich vor dem Flug auf eine Richtung festlegen. Falls das nicht möglich ist richte ich den Filter 90° versetzt zur Sonne aus. Das ist dann so die goldene Mitte um Reflexionen zu eliminieren. Zur Mittagszeit macht das natürlich keinen Sinn.

Weiter erstelle ich Videos mit 2,7k Auflösung. Für 4k sehe ich momentan noch keinen Bedarf und ich will mir die hohen Dateigrößen soweit als möglich ersparen. Für meine Anwendung ist noch immer Full HD absolut ausreichend. Mit 2,7k habe ich also einen Kompromiss der irgendwo dazwischen liegt. Hier noch ein paar Screenshots zu meinen Einstellungen für Videos. Ich denke die Bilder sind selbsterklärend.

 

 

Macht eine Drone noch Sinn?

Im Internet kursieren mehrere Meinungen. Einige erfahrene Fotografen reden die Dronenzeit, wegen der vielen gesetzlichen Bestimmungen, schon wieder tot. Für mich waren die Fluggeräte rein wegen ihrer Größe bis dato nicht wirklich interessant. Mit der Mavic Air hat sich das aber grundsätzlich geändert. Am Ende stellt sich immer die Frage ob eine Drone eure Art der Foto- und Videografie positiv bereichern kann. In meinem Fall kann ich das mit einem deutlichen JA beantworten. Was hätte ich darum gegeben, solch eine kleine Drone schon für meine Südamerika Reise zur Verfügung gehabt zu haben. Wow – wenn ich da nur an Bolivien und die Wüste denke… Das hätte Wahnsinns Aufnahmen gegeben. Was die gesetzlichen Bestimmungen anbelangt so kann man jene etwas „biegen“, wenn man eben Abseits von touristischen Zielen und weit in der Pampa agiert. Meine Videos innerhalb des Vulkans sind z.B. auch bei Flughöhen auf 200 Meter entstanden. Ups – nicht erlaubt – aber wen interessiert das wirklich, wenn ich ganz alleine vor Ort bin!?! Am Ende entscheidet einfach auch der gesunde Menschenverstand. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, welche Aufnahmen mir noch möglich sind…

 

Das Video „Warum ich mir eine Drone gekauft habe!“ findet ihr -> HIER <-.  Würde mich freuen, wenn ihr auch meinem YouTube Kanal folgt. Falls ihr euch eine Mavic kaufen wollt, könnt ihre gerne einen der Links im Text folgen. Ihr zahlt keinen Cent mehr – unterstützt Freiheitenwelt allerdings ein klein wenig. Wie ich sehe fallen die Preise auch gerade in den Keller…

 

Die gleiche Drone dieses Videos hatte in Mexiko leider einen Totalcrash. Mehr dazu gibt es im Video -> HIER <- zu sehen…

 

Ich wünsche euch was!

„Immer den Träumen hinterher!“

Euer Martin

 

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2 Kommentare für Meine ersten Videos mit der Mavic Air in Mexiko

  1. Eifach toll was die Drohne für eine faszinierende Perspektive vermittelt und dann noch in diesen reizvollen Landschaften – berauschend …

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