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Rode NT-USB – das beste Podcast und Streaming Mikrofon – Review und Test

Rode NT-USB im Test

Spätestens seitdem ich meinen Podcast, die Freiheitenwelt Geschichten, in das Leben gerufen habe musste ich mich mit der Anschaffung eines vernünftigen Mikrofons beschäftigen. Denn das Wichtige an einem Podcast ist natürlich die Sprache und jene soll besonders angenehm und in bestmöglicher Qualität beim Zuhörer ankommen. Bei schlechten Audios schaltet sicherlich so mancher Hörer ab und es wäre doch schade, wenn das jeweilige Thema nicht vermittelt werden kann, nur weil die Tonqualität zu schlecht ist. Deswegen habe ich mich umgesehen und mich am Ende für eine Desktop/Studiolösung entschieden die auch noch erschwinglich ist. Auch für Streamer und Videoproduzenten sicherlich eine Lösung.

In der Vergangenheit hatte ich für meine YouTube-Videos oder für andere Podcasts als Interviewpartner immer ein Lavalier-Mikrofon (Das Rode smartLav+*) oder einen externen Audiorekorder (Zoom H2N*) verwendet. Gerade das Gerät von Zoom kann ich an der Stelle hierfür eigentlich nur empfehlen. Der kleine Rekorder ist auch auf jeder Reise in meiner Tasche und von Podcasts aus der Ferne (sollten wir hoffentlich bald wieder Reisen können) wird auch sicherlich das H2N mit dem Ansteckmikrofon oder mit den integrierten Mikros wieder verwendet. Das H2N kann man über USB übrigens auch direkt schon am Computer verwenden. Allerdings bietet es keine guten Möglichkeiten um am Stativ befestigt zu werden. Ausserdem will ich auch nicht jedes Mal meinen Arbeitsplatz umbauen, wenn ich dann einmal vor die Türe gehe.

Und genau hier kommt das Rode NT-USB* ins Spiel, welches ich an einem PSA1 Gelenkarmstativ montiert habe. Die Kombination passt bestens zusammen und auch die Montage an der Tischplatte neben meinem Computer ist überhaupt kein Problem. Vorwegnehmend kann ich sagen das ich von der Nutzung sehr begeistert bin. Mit einem Handgriff ist das Mikro direkt vor meinem Mund, versperrt kaum die Sicht auf die Bildschirme und ist ebenso schnell wieder nach oben geschoben und somit aufgeräumt. Auch die Verbindung über USB ist kein Problem und somit hat sich alleine schon deswegen die Anschaffung rentiert. Im Artikel werde ich nun noch etwas auf die Details eingehen.

Rode NT-USB im Test
Rode NT-USB vor dem Bildschirm – Finale Anwendung und Installation

 

Das Mikrofon gibt es übrigens auch sehr günstig bei meinem Lieblingsmusikladen Thomann*.

-> Mikrofon – Rode NT-USB*

-> Mikrofonarm PSA-1*

-> Spinne SMR*

 

USB oder XLR:

Für Audioanwendungen im professionellen Rahmen werden für gewöhnlich sämtliche Mikrofone mit einem XLR-Anschluss versehen. Jene Mikrofone übertragen die analoge Charakteristik des Audios dann natürlich im vollem Umfang. Über einen externen WAV-Rekorder oder z.B. ein Mischpult wird das Signal dann angepasst und später über einen AD-Wandler digitalisiert und kann somit aufgezeichnet werden. Schon alleine in diesem Satz befinden sich für nicht so technisch orientierte Leser sicherlich gleich ein paar Stolpersteine. Und ganz ehrlich ist generell eine XLR-Lösung komplizierter, dafür aber vielseitiger und bietet auch bessere Qualität. Gerade im Live-Interview oder als Band kann solch ein Setup vom Vorteil sein, insbesondere mit einem passenden Rekorder wie z.B. dem Rode H6N. Der vier Mikrofone erfassen kann und sehr kompakt und leicht zu bedienen ist.

Aber warum soll man es sich als Podcaster das Leben schwer machen? Insbesondere wenn man etwas für den Computerarbeitsplatz sucht. Wir reden hier nämlich meist von einer einzigen Audioquelle mit Sprachorientierung. Und genau deswegen sind USB-Mikrofone an dieser Stelle eine sehr geschickte Lösung. Der entsprechende Analog-Digitalwandler befindet sich direkt im Mikrofon und es sind keine zusätzlichen Geräte nötig. Das macht die Handhabung wirklich zum Kinderspiel und in weniger als 5 Minuten sollte der Arbeitsplatz eingerichtet sein. Übrigens lassen sich auch mehrere USB Mikrofone parallel am Computer bearbeiten. Somit muss man für sich selber eigentlich nur klären, ob man einen externen Rekorder benötigt – oder eben nicht. Lautet die Antwort NEIN – wird man mit USB nichts falsch machen.

 

Erster Eindruck und Anwendung:

Schon bei der ersten Handhabung fällt die schwere Bauweise und sehr gute Verarbeitungsqualität des NT-USB auf. Das mitgelieferte Tischstativ erfüllt seinen Zweck und auch der Poppschutz passt perfekt zu dem ganzen Setup. Einmal angeschlossen muss man das Mikro nur über die Systemeinstellungen aktivieren und den Pegel anpassen. Danach kann es dann eigentlich schon direkt losgehen. Als Software verwende ich Garage Band von Apple. Den Klang des Mikrofons empfinde ich als äußerst klar und neutral. Gerade der Abstand zum Mikrofon macht einen großen Unterschied. Je näher desto voller wird der Sound, allerdings verstärken sich auch unerwünschte tiefe Störungsgeräusche.

Einen Abstand von 15-10 Zentimeter empfinde ich als am angenehmsten. Genau aus diesem Grund war mir auch gleich zu Beginn das kleine Tischstativ einfach zu niedrig. Für ein volleres Klangbild hatte ich zu Beginn dann immer 3-4 dicke Bildbänder auf den Tisch gelegt, um eine angenehmere Sitzhaltung  zu ermöglichen. Nach kurzer Zeit war dann klar, dass ein Mikrofonarm nötig ist und mit dem PSA1 bietet Rode hier auch gleich die wohl beste Lösung die es überhaupt auf dem Markt gibt. Das Gelenkstativ passt perfekt und lässt sich in seinem Radius völlig frei und individuell einstellen. Meine absolute Empfehlung an dieser Stelle! Wem ein etwas höherer Ton nicht stört der ist sicherlich auch mit dem Tischstativ schon gut bedient. Das Signal ist auf jeden Fall deutlich besser als von jedem Computer- oder Ansteckmikro.

 

Nach den ersten Podcasts hatte ich doch noch einiges gelernt und spätestens seit der dritten Episode der Freiheitenwelt Geschichten verwende ich den Kompressor und Equalizer von Garage Band. Damit werden Störgeräusche noch etwas abgedämpft und das Klangbild verstärkt. Trotz des Poppschutzes kommt es bei den „P“ und „T“ Lauten manchmal noch zu störenden Effekten. An dieser Stelle ist man dann gut beraten an seiner Sprache zu arbeiten und z.B. leicht versetzt in das Mikrofon zu reden. Mittlerweile habe ich auch ohne den Schutz keinerlei Probleme mehr. Dran bleibt er trotzdem, da er ja ganz nebenbei auch das Mikro vor Speicheltropfen etc. schützt und sich deutlich leichter reinigen lässt.

Sehr geschickt finde ich den Kopfhörerausgang. Damit kann man sich direkt abhören und wenn man z.b. Voiceover für Videos einspricht lässt sich die Balance zwischen dem eigenen Mikrofonsignal und dem Computeraudio ganz einfach regulieren. Diese Option verwende ich z.B. wenn ich über Skype Gäste im Podcast interviewe. Allgemein lässt sich mit einem guten Kopfhörer das Klangbild des Casts deutlich besser beurteilen.

 

 

Als unsinnig hat sich für mich die Verwendung einer Spinne erwiesen. Ich hatte mir eigentlich (ebenfalls Rode) die SMR Spinne gekauft, um etwaige Poltergeräusche oder ähnliches zu verhindern. Die Spinne war mir dann aber deutlich zu klobig und auch wer vielleicht gerade daran denkt Videos vor dem Rechner, Livestreams etc., zu produzieren möchte nur ungern solch ein klobiges Setup vor seinem Mund haben. Als reine Stimmenanwendung außerhalb von einem schalldichten Studio finde ich den Einsatz nicht nötig. Auch war es so, dass ohne die Spinne das NT-USB wesentlich schöner an das Stativ zu bringen war. Die Verwendung der Spinne auf dem Tischstativ halte ich für komplett sinnlos. Für Sänger etc. mag es vielleicht trotzdem interessant sein. Der Poppschutz ist nämlich deutlich größer an der Spinne. Anbei ein paar Bilder davon – ich hatte sie allerdings wieder zurück zu Thomann gebracht.

 

Testfiles:

Ein Mikrofon muss man natürlich hören und deswegen habe ich euch ein paar kurze Audiofiles aufgenommen. Die Klarheit des Mikros sollte deutlich zu hören sein.

Audiodatei Rode NT-USB ohne Bearbeitung

Hier hört man schön den reinen Klang des Mikrofons. Allerdings fehlen nach meinem Gefühl auch etwas die tiefen Töne und das Soundvolumen. Das hängt sehr mit dem Abstand zum Mikrofon ab und natürlich auch die Umgebungsbedingungen, die in meinem Fall sicherlich nicht für akustische Glanzstücke optimal sind.

Audiodatei Rode NT-USB mit Kompresser und Equalizer

Garage Band, welches alles Apple Nutzern kostenlos zur Verfügung steht, bietet mehr als genug Features für Podcaster. Gerade mit dem Kompressor und dem sehr leicht zu bedienenden Equalizer kann man das Klangbild doch noch deutlich verbessern und für den Zuhörer somit angenehmer machen. Das sind nur wenige Klicks und dauert mit einem Preset keine 5 Sekunden.

Audiodatei Rode NT-USB mit Gitarre

Hier noch ein Beispiel mit einer alten Akustikgitarre. Die Seiten quietschen natürlich hier ordentlich aber nun geht es ja um das Mikrofon und die Soundwiedergabe entspricht schon sehr dem Original. Auch hier hatte ich ein Preset von Garage Band für Gitarren verwendet. Am Ende vom File habe ich das Mikro einmal absichtlich übersteuert und trotzdem wäre das Audio noch sehr gut zu gebrauchen.

 

Fazit:

Mikrofone gibt es wie Sand am Meer. USB Mikrofone mit einem guten Klangbild allerdings dann schon deutlich weniger. Der australische Hersteller Rode bietet mit dem Rode NT-USB eine sehr geschicktes Gesamtpaket, welches gerade auch für Einsteiger interessant ist. Rein preislich befindet sich das Set im mittlerem Segment. Auch schon für 50 Euro bekommt man andere Mikrofone im Komplettpaket. Für knapp 100 Euro mehr ist es dann eben schon ein Rode oder, um noch einen anderen Herstellen zu nennen, z.B. Beyerdynamic* FOX. Ich denke das Preis-Leistungsverhältnis ist auf jeden Fall gegeben. Insbesondere da auch ein kleines Stativ und der Poppschutz mitgeliefert wird. Das integrierte Soundmodul erfordert keinerlei Treiber am Rechner und ist mit 48kHz Abtastrate für die meisten Anwendungen absolut ausreichend. Richtige HiFi-Fanatiker oder Toningenieure werden sich bei einem noch höheren Anspruch ohnehin für deutlich teurere Lösungen mit externem Rekorder und Mischpult etc. entscheiden.

Ich persönlich finde die Bauweise des Mikrofons sehr geschickt und gerade von oben hängend am Mikrofonarm für meinen Arbeitsplatz optimal. Auch die Tatsache das somit der Poppschutz wenig Platz einnimmt oder anderweitig stört empfinde ich als angenehm. Wer hier noch etwas mehr Platz nach vorne benötigt kann sich das Rode Podcaster* Mikrofon einmal genauer ansehen. Jenes verfügt auch über einen Mikroausgang und wird von vorne besprochen und nicht von der Seite. Die XLR-Version dieses Mikros ist wohl eines der beliebtesten Mikrofone überhaupt in Podcaster Kreisen. Ich hatte bei einem Test das Klangbild allerdings als etwas zu dumpf empfunden. Aber das ist dann wohl Geschmacksache.

Rode NT-USB im Test
Details Mikrofon

Vorteile und Nachteile noch einmal zusammengefasst:

POSITIV

  • Sehr klarer Ton und ausgewogenes Klangbild
  • Einfache Handhabung
  • Sehr robuste Bauart
  • Im Kit mit kleinem Stativ und Poppschutz
  • Kopfhörer zum Abhören mit nützlichen Einstellungen
  • Blaue LED bei Stromversorgung
  • Langes USB-Kabel
  • Nicht nur für Sprache sondern auch Musikinstrumente geeignet
  • Kondensatormikrofon
  • Übertragungsbereich: 20Hz~20kHz

 

NEGATIV

  • Verwendung in Spinne nur eingeschränkt möglich
  • Maximal 48kHz, Aufnahme im 16-Bit-Format

 

Das Mikrofon gibt es übrigens auch sehr günstig bei meinem Lieblingsmusikladen Thomann.

-> Mikrofon – Rode NT-USB

-> Mikrofonarm PSA-1

-> Spinne SMR

 

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Hier noch ein spannender Artikel zum Thema Podcast erstellen…

Der eigene Podcast: Tipps und Ratschläge von der Idee bis zur Umsetzung…

 

Euer Martin

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