Diana lernt fotografieren – Meine Meinung zum Buch

10 Jahren ist es nun schon her seitdem ich angefangen hatte mich intensiver mit dem Thema Fotografie zu beschäftigen. Ich hatte mir eine kleine Nikon DSLR-Kamera gekauft und war voller Eifer damit durchs Land gezogen. Aller Anfang fällt ja bekanntlich schwer und so richtig glücklich machten mich meine ersten Aufnahmen nicht. Ich war auf der Suche nach Hilfe und Informationen zum Thema Fotografie. Das liebe Internet war natürlich gleich meine erste Anlaufstelle. Und so landete ich nach einer eher kurzen Suche auf den Blog von Gunther Wegner -> gwegner.de <- Und ja – ich habe dort gefunden und gelernt.

Mittlerweile sind einige Jahre vergangen. Ich bin dem Anfängerdasein als Fotograf entflohen und zeige meine Bilder mittlerweile auch auf großer Leinwand vor hunderten Personen. Der Anspruch an die eigenen Werke steigt mit der Zeit, die Fotografie hingegen zu erlernen ist wohl eine Schule für das Leben. Zurückblickend hätte ich gerade in den ersten Monaten und Jahren wesentlich effizienter sein können, hätte man sich vielleicht mal ein Buch gekauft oder einen Workshop besucht. Mittlerweile werde ich selber manchmal zum Lehrer und gebe mein Wissen gerne an Fotografiebegeisterte weiter. Aber wer spektakulär Fotografieren kann muss nicht unbedingt auch ein guter Lehrer sein. Ich rede in diesem Fall von mir und stelle oft fest, dass ich zwar das Wissen, aber nicht unbedingt das Talent habe jenes einfach erklärt weitergeben zu können.

Und so schließt sich der Kreis zum eigentlichen Thema dieses Posts. “Diana lernt fotografieren” – Das Buch erklärt im Dialog wie Gunther als Profifotograf, Diana der Anfängerin, das Fotografieren beibringt. Das Konzept fand ich von Anfang an genial und hatte mir das E-Book gekauft, um aus dem Dialog für mich und den “Unterricht” zu lernen. Schneller als ich schauen konnte wurde ich dabei allerdings wieder selber zum Schüler. Aber eines nach dem anderen…

 

Diana lernt fotografieren

Diana lernt fotografieren

 

Ganz zu Beginn beschäftigen sich Diana und Gunther mit dem lieben Kamerakauf. Gunther bringt es dabei ziemlich schnell auf den Punkt und gibt technische Tipps die weder verwirren noch auf zeitverschwenderische, falsche Fährten führen. Frust bei der eigentlich nebensächlichen Kamera- und Objektivwahl kommt hier nicht auf – sondern man kann das Thema getrost nach einer Stunde abhacken und sich mit seinem neuen Spielzeug dem Wesentlichen widmen – der Fotografie. Das Frage und Antwort Spiel der beiden funktioniert dabei wirklich sehr gut. Und somit folgt für Diana dem Schnappschuss schon bald ein tolles Foto.

ISO – Blende – Belichtungszeit. Das Zusammenspiel dieser Parameter ist jedem Fotografen bekannt, kann aber gerade als Anfänger sehr verwirren. Gunther hat auch hier ein Talent in wenigen Worten die verschiedenen Thematiken zu erklären. Super interessant fand ich den Rotweinschorle Vergleich in Bezug auf die ISO Empfindlichkeitseinstellung. Ganz klasse wirklich – ich wüsste nicht wie ich einem Unwissenden das Phänomen ISO-Bildrauschen anschaulicher erklären könnte.

 

Diana lernt fotografieren – Bild aus dem Buch

Diana lernt fotografieren – Bild aus dem Buch

 

Nachdem die technischen Grundlagen gesetzt sind folgt ein Streifzug durch alle wichtigen Themen der Bildkomposition. Gunther lässt dabei nichts aus, beschränkt sich im Umfang aber genau auf die Möglichkeiten eines Anfängers. Wichtig ist, dass die Lust an der Fotografie nicht verloren geht. Super! Fokusebene, Bildaufteilung, Licht und Schatten, Farbzusammenhänge, der liebe Weißabgleich und Wirkung verschiedener Brennweiten, alle Themen werden behandelt und von Diana nachgelebt. Das Buch lädt ein selber mit der Kamera loszuziehen und auch einmal einfach zu pausieren. Das Gelernte will angewandt werden und mehr als einmal lädt Gunther genau dazu ein. Somit kann sich jeder seinem persönliches Lerntempo hingeben.

Etwas spezieller und knackiger dürften für einen Anfänger die Themen zum Autofokus, dem Dynamikumfang und dem fotografieren im “Stativ-Modus” sein. Insbesondere beim Hinweis auf die Panoramaaufnahmen zeigt sich wo Gunther seine Spezialisierung gesetzt hat. Aber bis dahin hat Diana auch schon einiges gelernt und es gibt ja schließlich kein Richtig oder Falsch in der Fotografie. Abgerundet wird das Program mit einem ausführlichen Streifzug durch Lightroom und der Bildorganisation. Wichtig hierbei sind natürlich auch das Verständnis um das Histogram und wie das Bild eigentlich von der Kamera in den Computer kommt.

 

Diana lernt fotografieren – Bild aus dem Buch

Diana lernt fotografieren – Bild aus dem Buch

 

Gunther hat seinen ganz eigenen Stil, um sein Wissen weiter zu geben. Somit hat er auch einige Worte etabliert die verschiedenen Themen der Fotografie geschickt beschreiben. So ist z.B. vom Turnschuh-Zoom, dem Bauchnabel Schnitt, dem Beep-Beep Autofokus und ganz spannend einer Mango-Lassi Eselsbrücke zu lesen. Weiter hatte ich zuvor von triadischen Farben und Mid-Key Bildern auf diese Art noch nichts gehört. Man lernt eben nie aus…

Für alle Anfänger, welche in das Thema Fotografie einsteigen wollen kann ich das E-Book wirklich nur empfehlen. Zurückblicken hatte ich zum meinen Anfängerzeiten viele Zickzackkurse gefahren. Gunther und Diana schaffen es euch schnurstracks auf den richtigen Pfad zu bringen. Was danach kommt ist dann ganz euch selber überlassen.

LG Martin

Diana lernt fotografieren – Bild aus dem Buch

 


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E-Book Diana Lernt Fotografieren
Martin Leonhardt

Martin ist Gründer und alleiniger Redakteur von Freiheitenwelt.de. Fotografie und Reisen sind seine große Leidenschaft. Über viele Jahre erkundet er unseren Planeten. Er schreibt auch gerne Reportagen für einschlägige Magazine. Willst du mehr über Martin wissen? Schreibe ihm einfach eine Nachricht oder nutze eines der sozialen Netzwerke.

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