Die innere Uhr tickt – Das Herzen eines Globetrotters

Schwindelfrei

Ruf der Freiheit – Brasilien 2016 – @freiheitenwelt Martin Leonhardt

Der Ruf der Freiheit! Was für ein Blödsinn – die Visa-Arschtrittfalle funktioniert nicht. Zurück in der deutschen Heimat. Es kommt einer Zeitreise gleich, oder vielleicht einem Stillstand. Gefühlt zumindest, will man (ich) denken. Ist das nun ein Problem oder nicht stellt sich die Frage? Morgen sind es genau drei Monate seit meiner Rückkehr aus Lateinamerika. Für mich als Globetrotter läutet an dieser Stelle der innere Reisewecker an. Großer Alarm – es posaunt und trötet aus allen Rohren. Es macht sich eine Unruhe breit und die innere Balance scheint aus dem Gleichgewicht zu geraten. Wenn ich von innerer Balance, dem inneren Frieden oder “Inner Peace” (Schon mal Kung-Fu Panda gesehen ;-)) spreche, handelt es sich in diesem Kontext in erster Linie einmal um ein Gefühl. Jenes wiederum wird von dem wabbeligen Dingens, welches da zwischen meinen Ohren täglich die Synapsen springen lässt, beeinflusst und bestimmt das allgemeine Tun und Handeln. In dem Fall natürlich meines. Also das was z.B. meine Hände und Füße tun, meine Finger schreiben oder mein Mund an Worten verlässt.

 

Der innere Frieden ist gestört! Was sucht das Herz eines Globetrotters…?

 

Wenn du das hier lesen kannst, hast du übrigens auch so ein wabbliges Dinges bei dir versteckt. Hinter den Augen irgendwo. Das ist dann dein Problem. Ich brauch dir an dieser Stelle aber zumindest nicht erklären was Gefühle sind. Hast du sicherlich schon einmal gehabt, wenn nicht tut es mir sehr leid für dich. Du kannst aufhören weiterzulesen.

Gut! Was dann so “Be-handelt” wird, in den tiefsten Verliesen dieses, meinem einzigartigen und großen Gehirns, findet mitunter bewusst oder unterbewusst statt. Kennt man – oder? Schon mal gehört! Schließlich haben wir ja alle große Gehirne der Vernunft oder Unvernunft. Das wiederum bestimmt ein gewisser individueller Ermessensspielraum. “Von was schreibt der nun schon wieder?”, denkt sich vielleicht der ein oder andere von euch. Ihr merkt schon ich bin heute wieder etwas nachdenklich und somit folgt wohl ein vielleicht etwas philosophischer Text an diesem verregneten Sonntag Morgen. Wo genau die Reise meiner Finger noch hinführt kann ich nach dem zweiten Kaffee noch nicht genau sagen.

Zurück zum Visa-Arschtritt mit ein paar Worten der Erklärung für alle unbereisten Großhirne dort draußen: Ohne ein gültiges Einreisevisa, sozusagen der Eintrittskarte in fremde, außereuropäische Länder, auch keine Reise. Visas gibt es verschiedene. Manche muss man sich kaufen, beantragen andere wiederum gibt es direkt an der jeweiligen Grenzen. In Lateinamerika kann man im Mittel eigentlich immer mit Dreimonats-Visas rechnen. Drei Monate Zeit um sich auszuleben, danach muss man wieder die Fliege machen. Auf ins nächste Land, zum nächsten Visa und neuen Abenteuern. Wenn ich also vom Visa-Arschtritt spreche, meine ich genau jenen Prozess, welcher einen stetig von einem Land ins nächste treibt und ein stetiges Vorankommen gewährleistet. Wer Freiheitenwelt kennt weiß, dass ich was das Weiterkommen angeht kein sonderlicher Spezialist bin. Das hat dann an der Stelle wohl wieder was mit dem Supergehirn dort oben zu tun. Drei Monate sind jenem oft nicht genug – gerade wenn man sich etwas intensiver in ein Land einlebt und die Synapsen vor emotionalen Höchstgefühlen gar nicht mehr wissen, wie sie ihre Elektronen springen lassen sollen. Die Gedanken sind frei! Mittel und Lösungen gegen dieses Problem gibt es deren reichlich. Ich sag nur 18 Monate Brasilien. Großer Smiley -> ?:-) . Aber das ist dann wieder eine andere Geschichte.

 

Drei Monate in Deutschland – Der Wecker tickt!

 

Das wabblige etwas gibt also Signale weiter, kreiert die unterschiedlichsten Gefühle und leitet jene wiederum an mein fernwehvermurckstes Herzen weiter. Mit dem Herzen meine ich nicht das blutpumpende Etwas in der menschlichen Brust, sondern mehr jenen essenziell wichtigen Tank der Gefühle und Emotionen, welcher tief in uns verborgen liegt und den ganzen Körper erregen kann, manchmal sogar soweit, man möchte meinen die Empfindungen verlassen unseren Körper. Das was da so als Schein um uns leuchtet nennt man dann Aura. Das hat also nicht nur Jesus. An dieser Stelle im Text braucht es glaub ich nochmal einen großen Smiley -> ?:-). So manches Großhirn dort draußen hat wohl beim lesen längst aufgegeben. Martin will sich konzentrieren meine lieben Freunde. Mein auf Fernweh und Abenteuer eingestelltes Herz spielt also momentan gehörig verrückt. Der Alarmwecker klingelt wild und stürmisch dahin, ist er ja noch auf den 3-monatigen Globetrotterrythmus eingestellt. Einen Ausschaltknopf gibt es nicht. Nein – der Wecker snoozed fröhlich vor sich hin. Und er snoozed gewaltig meine Freunde.

Es gibt kein Visa – keinen Arschtritt und keine neuen Abenteuer. Zuhause bedeutet Geborgenheit, Frieden und Ruhe. Aber bedeutet es für mich auch den Stillstand? Zuviel Gelassenheit kann nicht gut für Globetrotter Superhirne und Herzen sein. Die Reise geht im Inneren weiter und will mich täglich ins Fremde versetzen. Wen dem kein handfestes Abenteuer folgt wird aus der heimischen Realität eine Illusion. Das weiß auch das wabblige Etwas und bringt den emotionalen Tank gerade ordentlich zum überlaufen.

Die Macht der Phantasie sorgt für Ausgleich und macht Reisen zu den entferntesten Planeten auch im Gedanken möglich. Ist es eine Vorbereitung auf den nächsten Schritt? Die nächste nötige Konsequenz die ein Abenteuerherz antreibt? Die Vorbereitungen finden schon lange wieder im Unterbewusstsein statt, dort wo der Alarm rumpelnd snoozed findet sich unweit entfernt eine überfüllte Schatzkammer voller Ideen und Pläne für die Zukunft. Gefahr: Der Arschtritt fehlt – das automatische Weiterkommen ist deaktiviert. “Träume sind zum Leben da – man darf Sie nur nicht vergessen!” Mein bekannter Spruch vergangener Jahre. Gerade mehr als zuvor darf ich mich selber der großen Herausforderung stellen nicht zu vergessen. Die Uhr läuft und wie Momo kämpfe ich gegen die Zeitdiebe unserer Zeit, überwinde rießige Hürden um die Schatzkammer alsbald plündern zu können.

 

Willkommen in der Heimat!

 

Willkommen in der Heimat – vielleicht passiert hier im Moment auch noch etwas ganz anderes, findet hier im Jetzt der Schritt in ein neues Leben für mich statt? Jeder ist seines eigenen Glückes Schied…

 

Euer Martin

 


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Martin Leonhardt

Martin ist Gründer und alleiniger Redakteur von Freiheitenwelt.de. Fotografie und Reisen sind seine große Leidenschaft. Über viele Jahre erkundet er unseren Planeten. Er schreibt auch gerne Reportagen für einschlägige Magazine. Willst du mehr über Martin wissen? Schreibe ihm einfach eine Nachricht oder nutze eines der sozialen Netzwerke.

Ein Kommentar

  1. Gib nicht auf Martin!
    Auch das Comeback in die Heimat ist ein Abenteuer, auch wenn es gar nicht so aussieht. Abenteuer bedeutet eben, die Komfortzone immer wieder zu verlassen und offenbar ist die Rückkehr für dich gar nicht so komfortabel. Also wirst du deinen Weg wieder weiter suchen und finden, auch ohne Visaarschtritt.
    Weiterhin gute Reise!
    Claudio

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