LaCie Festplatte im Test auf Weltreise

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Dieser Artikel entsteht nun ziemlich spontan und da ich gerade „etwas“ gefrustet bin. Seit mehr als 15 Monaten bin ich nun auf Weltreise. Ich fotografiere sehr viel und habe über die Zeit schon viele Stunden an Videomaterial zusammen getragen. Klar will ich alle digitalen Daten sicher wissen. Vor meiner Reise hatte ich mir deswegen einen Backupplan erstellt. In dem Artikel „Foto Datensicherung auf Reisen“ hatte ich darüber ausführlich berichtet. Nach wie vor funktioniert dies alles bestens. Die Online-Datensicherung auf mein Synology NAS-System läuft automatisch im Hintergrund und während ich hier fröhlich vor mich hin tippe schafft es ein Bild nach dem anderen in den sicheren Hafen „nach Hause“. Datensicherung ist wichtig und ich kann jedem nur empfehlen sich einmal ein paar Gedanken dazu zu machen.

Die 500 MB Speicherkapazität meines MAC Book Pro reicht allerdings schon lange nicht mehr aus, deswegen muss ich mich auch externer Festplatten bedienen. Nebenbei will ich die Daten ja auch vor Ort griffbereit haben, um meine Artikel oder kleinen Videos zu bearbeiten.

Die Festplatten sollten schnell sein und auch etwas aushalten können. Ich hatte mich also für die Festplatten von der Firma LaCie entschieden. Diese werden als „rugged“ Versionen verkauft und versprechen doch einigermaßen stoßsicher zu sein.

Mit dem Motorrad wird es auf den Straßen Südamerikas schon auch mal etwas ungemütlich. Im Aluminiumkoffer sind die Speicher deswegen zum Schutz noch extra in weiche Tücher gehüllt. Damit keine Feuchtigkeit eindringt ist das ganze Paket dann noch mit einer Zip-Plastiktüte umhüllt. Scheinbar reicht all dies nicht aus. Zumindest nicht für „rugged“ in Definition von LaCie.

 

 

Lacie Festplatten Reparatur

LaCie Festplatten Reparatur

 

 

Gestern ging nun also die Dritte der genannten Festplatten hops. Somit ist das Testergebnis des unabsichtlichen „Weltreisedauertests“ absolut erschütternd. Das eine Festplatte abraucht ist nichts ungewöhnliches. Das weiß jeder der mit Computern arbeiten muss oder darf. Aber drei defekte LaCies sprechen doch deutliche Worte.

Eine der eingebauten Toshiba HDs ist defekt und bei zwei Gehäusen hat sich die Elektronik verabschiedet. Einer Platine kann man keinen mechanischen Fehler ansehen, bei der anderen hat sich der USB-Anschluss gelockert. Ohne vernünftige Lötgerätschaften leider nicht reparabel. Ich hatte mich daran noch mit Sekundenkleber versucht – was aber eigentlich im Vorfeld schon aussichtslos war. Somit liegt nun ein großer Haufen Schrott vor mir. Nebenbei bemerkt ein ziemlich teurer Schrott.

Somit hatte ich gestern Abend die Aufgabe aus drei Festplatten eine zu machen. Das ist mir nun auch geglückt. Für die zweite noch funktionierende Toshiba HD werde ich mir ein neues Gehäuse kaufen müssen. Wieder einmal hat sich gezeigt wie wichtig ein BACKUP ist. Trotz der Ausfälle konnte ich „fast“ alle Daten retten. Somit geht die Reise weiter und außer der Zeit, die ich für die Wiederherstellung investieren musste, ist zum Glück kein Schaden entstanden.

 

Wie ist eure Erfahrung mit externen Festplatten? Hat jemand Transporttips? Ich freue mich auf eure Kommentare.

 

 

Anmerkung: Wie ich auf Amazon sehe haben die neuen Festplatten von LaCie ein geschlosseneres Design. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Probleme mit der defekten Platine dort nicht mehr auftreten. Der Firma wird sicherlich auch daran liegen ihr Produkt zu verbessern. Falls jemand damit Erfahrung hat – ich bin ganz Ohr.

Als neue Alternative habe ich mir die WD My Passport 2TB Festplatte gekauft. (Schweineteuer hier in Brasilien). Diese verwende ich nun als TimeMachine Backup – was wirklich bestens funktioniert. Hoffentlich werde ich keines besseren belehrt.

 

 

 

Noch mehr Fotozeugs gefälig?

 

Gesamtbewertung

Preis - Leistung 6
Festplattengeschwindigkeit 8
Gehäuse Haptik 5
Zuverlässigkeit 3
Gesamt
5.5 Not Good Enough!

Pro und Kontra

Design
Preis
Größe
Haltbarkeit
Keine LED Anzeige
Martin

Martin ist Gründer und alleiniger Redakteur von Freiheitenwelt.de. Fotografie und Reisen sind seine große Leidenschaft. Seit knapp zwei Jahren erkundet er Amerika. Er schreibt auch gerne Reportagen für einschlägige Magazine. Willst du mehr über Martin wissen? Schreibe ihm einfach eine Nachricht oder nutze eines der sozialen Netzwerke.

8 Kommentare

  1. Martin, tut mir leid das Dir die Technik soviel Zeit raubt auf Deiner Reise…bin seit einem Jahr mit zwei Toshiba Platten unterwegs…eine 2TB, eine 1TB. Die ein TB Platte geht alle paar Monate per Luftpost zurück in die Heimat, wo Freunde dann ihren Inhalt sichern. Irgendwer ist dann in den Wochen danach wieder unterwegs um sie wieder mitzunehmen, bzw an einem Ort zu deponieren an dem ich vorbeikomme…noch komme ich mit der 2TB Platte aus um alle Daten griffbereit zuhaben. Mein PC, ein günstiges 14 Zoll Laptop von Lenovo, habe ich vor meiner Reise mit einer 500GB SSD Platte von Samsung bestückt. Ich bin mit recht günstigem Kram unterwegs, mache allerdings auch keine Bild oder Videobearbeitung. Ich transportiere meinen Rechner im Deckel meines kleinen Topcase. In der selben Alukiste habe ich mein Tätowierwerkzeug und eine gepolsterte Fototasche in der ich in einer Tupperdose in Bubblefolie gewickelt die Festplatten und den ganzen anderen Fotozubehör und Netzteil-Ladekabelkram, gestopft habe. Alles passt zusammen mit meinem Carnet und ein paar anderen wichtigen Reisedokumenten stramm in das Topcase. Nichts bewegt sich dort, auch auf miesen Pisten. Den Träger fürs Topcase habe ich so konstruiert, dass er in den Original, Gummi gelagerten Aufnahmen meines Motorrades befestigt ist. Kameraausrüstung habe ich komplett im Tankrucksack. Bisher, TOI TOI TOI, hat alles gehalten. Ich bin persönlich lieber mit nicht sehr Highend Produkten unterwegs, damit im Fall von Diebstahl die Krokodilstränen nicht sooo groß sind und eine Wiederbeschaffung einfacher zu bewerkstelligen ist. Wünsche Dir mehr Glück mit der Technik für den weiteren Weg und eine immer schnurrende Katze. Alles Gute aus Malaysia…
    Heiko

      • Mal abgesehen von den teuren großen SSD, müssen sie am besten ständig mit Strom versorgt werden.
        Die haben nämlich die komische Angewohnheit bei längerer Nichtnutzung defekte Sektoren zu bekommen.

  2. Hi Martin.

    die externen Festplatte sind der absolute Schwachpunkt. Mir ist eine Datarock (unzerstörbar, wasserfest, stoßfest – von wegen) abgeraucht und vorgestern erst eine herkömliche. Zusätzlich ist das Internet eigentlich immer so lahm. dass man kaum hinterherkommt online zu sichern.

    Wo sind die Erfinder??!

    Grüße aus Indonesien
    Stefan

  3. Oh Mann Martin,

    Irgendwie hast du mit Festplatten kein Glück.
    Ich bin zwar erst 6 Monate unterwegs (mit dem Auto oder wandernd) aber meine zwei Western Digital Platten halten wunderbar. Auf der Festplatte meines MacBooks sind nur die Fotos/Videos, welche ich aktuell bearbeite. Benötige ich älteres Material benutze ich externe Festplatte Nummer 1. Die zweite ist in einer Tüte und Packsack verstaut und wird nur beim Spiegeln der externen herausgeholt und verwendet. Bisher zum Glück alles bestens.

    Vielleicht stellt dir G-Technology ihre „Outdoor-Serie“ zum Härtetest zur Verfügung. David, unter nachfolgendem Link hat gute Erfahrungen damit gemacht: http://www.flixelpix.com/gear/gtech-rugged-ev-atc-review/

    Wünsche Dir alles Gute und verlässliche Technik.

    Grüße vom anderen Ende der Welt

    Thomas

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