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Bohrbetrieb

Turmbohrer

Endlich geht es voran, wir ziehen wieder Kerne aus dem Eis. Tagelang waren wir mit dem Aufbau des Setups beschäftigt. Einige unerwartete Probleme gab es zu lösen. Das kann hier oben immer ziemlich schnell spannend werden. Ein Klassiker, das Material für Ersatzteile fehlt. Wer nicht, zumindest ein bisschen, improvisieren kann, ist hier am falschen Ort.

Letzten Freitag musste ich feststellen, dass eine mechanische Hauptkomponente vom Zulieferer falsch gefertigt wurde. Eine eigentlich unersetzbare Komponente. Ich dachte das Ende sei gekommen. „Für diese Saison können wir einpacken“, höre ich mich sagen. Aber man gibt nicht auf, irgendwie geht es hier oben immer weiter.

Zuletzt hat uns noch das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nach dem Sturm am Wochenende hatten sich meterhohe Schneehügel um den Bohrturm gesammelt. Die Winde war vereist und konnte nur noch mit einem Heizer zum Leben erweckt werden. Als Schnee und Eis beseitigt waren, war es dummerweise viel zu warm. Bei Temperaturen wärmer -5° ist es im Freien zwar schön auszuhalten, zum bohren ist es allerdings zu warm.

Ab sofort werden wir wegen der „Wärme“ nachts arbeiten. -10 Grad und wir sind glücklich. Um die späte Zeit zeigt sich die Landschaft um uns sowieso von Ihrer besten Seite. Die Sonne steht tief und sorgt für aufregende Lichtspiele bis zum Horizont. Unsere Belohnung für die späte Mühe. Wer hat schon solch einen Arbeitsplatz.

„Get the drill down“ – heißt es wieder. Auf ein Neues.

Ein Kommentar on Bohrbetrieb

  1. Interessant, was man alles beachten muss, dann passt das Technische mal und das „Wetter“ macht euch einen Strich durch die Rechnung…Euch wird schon nicht langweilig da oben….;)
    Sach mal, ist das im Hintergrund der Rest von deinem „Schneehäusle“ ;)?
    Schick mal noch etwas Wärme runter ins endlich mal sonnige Hamburg,
    Jana

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